Okt14

Dienstag, 4. November 2014

No Meat Athlete

Gestern fertig gelesen, und ich finde es ist ein sehr gutes Buch.
Es geht um gesunde Ernährung für Sportler*innen ( so schreibt er es immer, und das ist eines der wenigern Dinge, was mich nervt)
Seine 10 Essensregeln:
Vermeide industriell verarbeitete Lebensmittel und wähle vollwertige, naturbelassene Lebensmittel.
Beziehe einen Großteil deiner Lebensmittel aus Pflanzen.
Bereite dir dein Essen selbst zu.
Rohes Obst und Gemüse sollten einen großen Teil deiner Ernährung ausmachen.
Trink jeden Tag einen Smoothie und iss jeden Tag einen Salat.
Iss nicht zu viel Weizen- oder überhaupt von nur einem Lebensmittel.
Iss abwechslungsreich.
Nimm-bis auf den Smoothie - deine täglichen Kalorien nicht aus Getränken.
Iss, wenn du hungrig bist, aber nur, wennn du wirklich hungrig bist.
Brich ab und zu ein paar dieser Regeln.

Es geht um Sportlerernährung, aber alles leicht erklärt und für jeden zu verstehen...wie ist das mit Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Öl, Soja, Eisen usw.
In der Mitte des Buches ist ein relativ großer Rezeptteil, leider überwiegend ohne Bilder. Es gibt Suppen und Salate, Smoothies, Energieriegel und Kraftnahrung, Hauptmahlzeiten, tolle Beilagen, Snacks und Saucen, Desserts. Die Rezepte sind eher einfach und unter jedem Rezept steht, wieviele Kh, Eiweiß, Fett, Ballaststoffe, Cholesterin und Natrium drin sind.
Dann geht es ums Laufen. Er beschreibt sehr schön und motivierend, wie man am besten anfängt, was für Ziele realistisch sind (*) und wie man ganz konkret beginnt. Er erklärt den richtigen Laufstil und Trainingsmethoden. Es gibt Trainingspläne für 5 km in 10 Wochen,
10 Kilometer und Halbmarathon.
Zwischendrin gibt es immer wieder kurze Texte von veganen Sportlern.
Mir hat es gut gefallen, ich finde es für Laufanfänger und auch fortgeschrittene Läufer passend, es ist geschrieben, als würde einem ein begeisterter Freund was erzählen und man bekommt Lust, sich drauf einzulassen und mitzumachen...vielleicht laufe ich ja doch irgendann mal einen Halbmarathon oder Marathon, nur dazu braucht man Zeit und die habe ich mit 1000 kleinen Kindern nicht.
Ich antworte mal hier oben: Das Buch ist nicht nur für Läufer, und nicht nur für Sportler. Im ersten Drittel geht es um vegane Ernährung, wie man am leichtesten vegan wird. Frazier sieht das alles sehr locker, er schreibt dass man am besten erstmal z.B. eine 10 Tages-Challenge macht, in der kein Fleisch von Tieren mit 4 Beinen gegessen wird. Danach vielleicht eine Challenge 4 Wochen kein Fleisch, aber noch Fisch. So bekommt man keine innerliche Panik, nie wieder etwas essen zu dürfen und man hält besser durch. Er sagt auch nicht, dass man ab sofort super gesund essen muss, auch das sieht er sehr locker und entspannt. In seinen 10 Regeln steht z.B. jeden Tag einen Salat, da schreibt er dass man erstmal drauf achten soll, dass der Salat lecker ist und erst später aufs gesund achten soll- also ruhig süßes oder fettiges Dressing.
Beim täglichen Smoothie genauso: Man soll schauen, dass er schmeckt, also nur wenig und mildes Grünzeug rein, später ändert sich der Geschmack von selbst.
In der Mitte die Rezepte sind auch für Nicht-Sportler. Wer nur am Schreibtisch sitzt kann ja etwas Fett abziehen und braucht sich keine Energieriegel zu backen.
Im letzten Drittel gehts um Sport, aber nicht nur ums Laufen. Frazier will, dass man die passende Sportart findet. Dazu soll man erstmal richtig träumen, was würde mich so richtig reizen, wo bekomme ich bei den Gedanken daran Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen und feuchte Hände? Man soll seine Ziele aufschreiben, das Training dokumentieren, sich belohnen.
Es kann auch eine ganz andere Sportart sein, und wenn es das Laufen ist, dann gibts weitere konkrete Tipps im Buch- wie man Laufen zur Gewohnheit macht, wie man richtig läuft und Trainingspläne.
Er schreibt auch, wieso viele Menschen nicht laufen wollen...die Sportlehrer aus unserer Schulzeit sind schuld :)))
Ich stimme ihm da voll zu, bei mir war es genauso. Hatte der Sportlehrer Lust auf Basketball, wurde Basketball gespielt, hatte er Lust auf Federball, wurde Federball gespielt. 1x im Jahr im Sommer hatte er Lust auf frische Luft und es wurde ein Dauerlauf gemacht. Paar wenige trainierte Jungs fanden das gut und sind flott gelaufen, für die unsportlichen und untrainierten Mädels war es eine Qual, und auch in meinem Kopf saß lange fest, dass Dauerläufe schrecklich sind und ich dabei schlimm schwitze, Seitenstechen und Luftnot bekomme...ist aber nicht so, wenn man es richtig macht.

Freitag, 31. Oktober 2014

Wunder

Schon etwas länger geht es mir "komisch": Ich vertrage einige Lebensmittel nicht, fühle mich aufgebläht und bin oft müde. Anfang dieser Woche war ich beim Arzt, wollte einige Blutwerte bestimmen lassen und fragen, ob sich eine Untersuchung auf Parasiten lohnt...ich bin gesund und wieder schwanger. Ich muss gestehen, ich war ziemlich geschockt, mein Mann hat sich sterilisieren lassen und wir hatten unsere Familienplanung mit 4 wundervollen und geplanten Mädels abgeschlossen. Ich hatte den ersten richtigen Streit mit meinem Mann, weil er mir im ersten Moment unterstellt hat, ich wäre fremd gegangen. Wir haben schnell einen Termin beim Urologen bekommen und sein Spermiogramm ist perfekt, als hätte es nie die Vasektomie gegeben, er ist also "Schuld", seine Samenleiter sind wieder zusammen gewachsen ( so selten ist das gar nicht, bei einem von 1000 Paaren entsteht im Verlauf eines Jahres eine unerwünschte Schwangerschaft.)
Zwischen meinem Mann und mir ist wieder alles gut, wahrscheinlich sind wir beide die fruchtbarsten Menschen dieser Gegend, was sicher an unserer gesunden Lebensweise und Ernährung liegt ;)
Der Schock über die Schwangerschaft ist überwunden und wir freuen uns auf Baby 5, auch wenn es stressig werden kann.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Discounterkleidung

Immer wieder sehe ich vor allem sehr kleine Kinder in Discounterkleidung: Nach Chemie stinkende Regenjacken und Buddelhosen, knallbunte Gummistiefel, im Sommer bunte Gummiclogs, aber auch normale Stoffkleidung. Ich frag mich dann immer, ob die Eltern nicht wissen, dass das gesundheitsschädlich und sehr schlecht für die Umwelt ist? Die Umwelt und die Leute, die die Produkte hergestellt haben sind den Eltern vielleicht echt egal, aber das eigene Kind? Leberschaden, spätere Unfruchtbarkeit, Allergien oder Krebs egal? Hauptsache billig?
Klar wachsen Kinder sehr schnell, und wenn man nur 1 oder 2 Kinder hat, ist es teilweise schon ärgerlich dass das Kind die Sachen nur paarmal getragen hat, aber hochwertige Sachen lassen sich auch gut weiter verkaufen- oder man kauft gleich im Second Hand Laden.
Meinen Kindern würde ich niemals eine Mütze, Jacke, Schuhe oder sonstwas von Tchibo, Aldi, Lidl und Co antun, und ich könnte es auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass dafür die Natur und arme Menschen ausgebeutet werden, lieber arbeite ich paar Stunden mehr, und kaufe meinen Kindern dann unschädliche Kleidung.
http://www.greenpeace.de/detoxdiscounter

Sonntag, 26. Oktober 2014

Veggie World

Schön wars, aber auch anstrengend. Ich habe viel essbares probiert, das leckerste war eine Hanfschokolade, dort gekauft habe ich ein Schoko mit Irgendwas-Eis, und Obst bei Orkos: Mangos, Cherimoyas und eine Trinkkokosnus. Da ich mit Bus und Bahn unterwegs war, wollte ich nicht viel einkaufen. Es waren viele Besucher dort, überwiegend junge Leute, auch viele Leute mit Babies in Tragtüchern :)

Ich habe wieder gemerkt, dass ich absolut kein Stadtmensch bin. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof war so viel los, überall Menschen in Eile, schlechte Luft. Zu Hause angekommen fühlte ich mich richtig dreckig, alle Kleidung habe ich erstmal gewaschen und mich und die Kinder geduscht- sonst habe ich absolut kein Problem damit z.B. Sport zu machen, hinterher im Garten zu arbeiten, 10 Hunde knuddeln und dann erst in 2 Tagen duschen, aber Stadtdreck und vor allem der Dreck im Zug ist schon was anderes.

Das beste waren eigentlich die Plakate in Düsseldorf: "Kuchen braucht kein Schwein", und "Gummibärchen braucht kein Schwein"
http://mach-es-ohne.de/
Das hatte nichts mit der Messe zu tun, war an einer U-Bahnhaltestelle in der Nähe vom Hauptbahnhof.

Baumpflege

Gestern war ich bei einem Kurs für Streuobstwiesenbesitzer, und es ging um die Pflege der Bäume. Der Kurs war toll, der Mann war vom Nabu und ein echter Naturfreund. Es ging dann auch fast mehr um wichtige Insekten, alte Obstsorten und Nachhaltigkeit als um Baumpflege. Nach der Theorie haben wir in einer Streuobstwiese (*) 2 vernachlässigte Apfelbäume geschnitten, da gabs für mich keine neuen Erkenntnisse- ich habe mir den Obstbaumschnitt mit Büchern und Videos selbst beigebracht, wollte es aber mal vom Fachmann gezeigt bekommen....und es hat Spass gemacht ihm zuzuschauen.
Ich bin wieder motiviert unsere eigene Streuobstwiese noch besser zu pflegen, noch mehr geeignete Plätze für Insekten und Igel zu schaffen, und wir werden noch mehr Obstbäume pflanzen...auch "unwirtschaftliche" spätere Baumriesen wie Kirschen aus Sämlingen, die über 100 Jahre werden können und wovon fast alle Früchte für die Wildvögel sein werden.

(*)
Diese Wiese gehört NRW, also gehört sie auch mir und ich hätte auch dort ernten dürfen.
Die Fläche wurde vor ca. 20 Jahren als Ausgleich für einen Radweg angelegt, Anfangs hatte das Land noch Geld für die regelmäßige Pflege, jetzt ist dafür kein Geld mehr da und die Bäume werden gar nicht mehr gepflegt, die Hecke wird 1x im Jahr geschnitten und die Wiese wird 1x im Jahr gemäht.
Einige Apfelbäume mit alten, regionalen Sorten hingen noch voll mit leckeren frischen Bioäpfeln...aber die NRWler kaufen lieber gespritzte, gewachste, gedüngte und begaste Äpfel aus dem Discounter :(


Edit: Das heißt jetzt nicht, dass man sich an jeder Streuobstwiese selbst bedienen darf, viele Wiesen haben Besitzer, daher immer vorher fragen!
Ich hasse es, wenn Fremde über unsere Wiesen oder Felder laufen und unsere Produkte klauen oder zerstören, daher haben wir z.B. die Streuobstwiese eingezäunt und während der Erntezeit meist Rinder dort laufen und kräftig Strom auf den Zäunen...ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung legt nämlich doch Wert auf regionales Obst und klaut es sich gerne. Dabei wird dann keine Rücksicht auf die Bäume genommen, und es werden Äste abgerissen und den Bäumen geschadet. Genauso schlimm finde ich Hundebesitzer, die ihre unerzogenen Hunde über unsere frisch gesäten Felder laufen lassen und damit großen Schaden anrichten....aber der will ja nur spielen. Oder Kleintierbesitzer, die täglich auf unseren Wiesen eine kleine Tüte Grünzeug pflücken...oder Hunde, die über unsere Heuwiesen trampeln und sich dort entleeren, aber das ist ein anderes Thema.

Montag, 20. Oktober 2014

Mc Dougall und Neal Barnard

Nur schnell ein Interview mit ihm, ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
https://www.youtube.com/watch?v=OQHoLstWYEI
Ich finde McDougall wirkt sehr sympathisch, gar nicht wie ein Arzt, eher wie ein zufriedener alter irischer Bauer, und er erinnert mich immer ein wenig an meinen längst verstorbenen Opa.

Teil 2:
https://www.youtube.com/watch?v=cRyezt4mitw

Teil 3:
https://www.youtube.com/watch?v=8-dVOnlKv9U
Interview mit Neal Barnard
Teil 1:
https://www.youtube.com/watch?v=8FXaHYgERHU
Teil 2:
https://www.youtube.com/watch?v=XkjYqQY7OhQ

Schlimm

3. Oktober
Ich schaue mir keine Filme an, wo Tiere gequält werden, ich finde sowas sollen sich die Fleischesser und Vegetarier ansehen. Sehe ich auf der Autobahn einen Tiertransporter, tut es mir zwar für die Tiere leid, aber es macht mich mehr wütend als traurig.
Gestern habe ich mir dies angehört: http://www.provegan.info/index.php?id=184&L=0
Kapitel 5, und ich fand es einfach nur schlimm. Mein erster Gedanke war, dass ich wieder Schweine haben möchte, zumindest 3-4 Schweine vor diesem grausamen Ende retten...nur eigentlich bringt das nichts.
Es bringt mehr, z.B. dieses Hörbuch zu verbreiten, damit sich die Leute mehr Gedanken über die Herkunft ihrer Nahrung machen.
Kann ein Tierfreund, der Vegetarier ist, noch Milchprodukte kaufen, wenn er weiß, dass viele tragende Kühe geschlachtet werden und deren ungeborene Kälber ebenfalls umgebracht und entsorgt werden? Milchkühe sind fast ihr ganzes Leben tragend, werden sie krank, wird keine Rücksicht auf das Kalb genommen.
Der Bauer ist nicht der böse, der Schlachter ebenfalls nicht, die machen nur ihren Job. Böse ist der Verbraucher, der Tierprodukte kauft, und ich verachte diese Menschen immer mehr.

20. Oktober
Studien zur Schlachtung tragender Kühe....9,6% aller geschlachteten Kühe sind tragend- das ist doppelt grausam.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Familienzuwachs?

11.Sep
Im Moment habe ich wenig Zeit, bald ist die Pferdewirtprüfung, dafür lerne ich jeden Tag eine Stunde und ich versuche jeden Tag ein möglichst fremdes Pferd zu reiten. Außerdem haben wir den ganzen September eine Besucherin, die abnehmen will und lernen möchte, wie man gesund lebt.
Diese Woche wollte jemand seinen Hund hier unterbringen, für längere Zeit "wegen Zeitmangel". Als ich ihm den Preis nannte, meinte er da kann er den Hund auch weggeben und sich später einen neuen kaufen. Das höre ich sehr oft vor allem von Kleintierbesitzerin, wenn ich denen Preise von 80-100 Euro nenne, von Hundebesitzern höre ich eigentlich nie.
Für mich passte das alles nicht zusammen, Mann und Frau waren Mitte 20 und hatten ein Baby. Vielleicht habe ich Vorurteile, aber für mich sahen die nicht so aus, als würden die arbeiten gehen. Der Hund ist knapp 1 Jahr als, das Kind ebenfalls und im Gespräch kam raus, dass das Kind anfängt zu krabbeln und der Hund...oh Wunder...Haare verliert, und das Kind nicht auf dem vom Hund verdreckten Boden krabbeln soll.
Die beiden haben dann beschlossen, den Hund zu verkaufen. Rassehund, ganz toll erzogen...kann sitz und platz ;)
komplett geimpft, mit Leine und Halsband. Die wollten 500 Euro für den Hund und ob ich nicht jemanden weiß, der ihn haben will.
Ich habe dann deren Seifenblase ganz schnell platzen lassen, für einen erwachsenen Jack Russel Terrier ohne Papiere, ohne Ausbildung, ohne Chip, ohne Heimtierausweis...und ohne Impfung bekommt man maximal 200 Euro( der Hund wurde nur 1x als Welpe vermutlich beim Züchter geimpft, die 2. Impfung wurde nicht gegeben, somit ist dieser Hund nicht grundimmunisiert und muss eigentlich nochmal komplett neu geimpft werden.)
Wir haben angeboten, den Hund abzukaufen und weiterzuvermitteln. Die Besitzer haben sich über die 200 Euro gefreut und keine Spur von Abschiedsschmerz...und die Kleine ist total süß. Versteht sich mit allen Hunden, mag Katzen, mag alle Menschen, jagt keine Kleintiere, lief bei den alten Besitzern auch ohne Leine, kann alleine bleiben. Sie braucht noch ein wenig Erziehung und kann dann ein Traumhund werden. Wir überlegen ernsthaft, die Kleine zu behalten, unsere Hunde sind alle alt, schlafen viel und gehen nur noch ganz kleine Runden spazieren, aber paar Tage müssen wir noch überlegen, unsere Hunde sind Familienmitglieder und da muss es auch 100% für alle passen.

16.Okt
Sie ist geblieben und wir sind alle sehr zufrieden. Der arme Hund war bis oben voll mit Würmern, hatte nach der Entwurmung 3 Tage blutigen Durchfall und danach heftigen Zwingerhusten.
Jetzt ist sie wieder fit und das Training hat begonnen. Ich habe erst überlegt auf den Hundeplatz zu gehen und die Begleithundeprüfung zu machen, ich war sogar schon dort wegen der Anmeldung...aber Hundeleute gehen mir immer mehr auf den Keks und ich mag mir das nicht antun. Mit dem Omahund war ich vor knapp 16 Jahren jede Woche auf dem Hundeplatz und das war alles extrem langweilig. Vor Prüfungen wurde wochenlang immer der Prüfungsablauf geübt, bis alle Hunde das im Schlaf konnten. Die meisten Hunde spulten dann nur ihr Programm ab, aber draußen klappte nichts. Meine Omi konnte ich auf dem Platz am Bindfaden führen, bei Spaziergängen zog sie wie blöd an der Leine. Auf dem Platz waren ihr andere Hunde egal, draußen hätte sie fremde Hunde am liebsten gefressen.
Gute Hundetrainer bringen dem Halter bei, wie sie zu Hause selbst ihren Hund beschäftigen und erziehen können...nur bringt das eben kein regelmäßiges Geld.
Unsere Hunde sind nach Natural Dogmanship erzogen, ich habe vor vielen Jahren Kurse bei Jan Nijboer und Holger Krasemann besucht. 100% halte ich mich nicht dran, ich finde man muss es vom Hund anhängig machen. Paula darf z.B. im Flur schlafen und die Haustüre bewachen, unser Neuzugang Nelly darf im Bett unter der Bettdecke mit Körperkontakt schlafen, all unsere Hunde dürfen aufs Sofa.
Während Durchfall und Husten haben wir Nelly ihr gewohntes Futter vom Vorbesitzer weitergefüttert (Aldi Trockenfutter...), vor 2 Wochen haben wir sie auf Ami Dog umgestellt, und sie liebt es.
Futter gibt es auf dem Dummy, und schon nach 10 Minuten hatte sie raus, dass nur ich den Beutel öffnen kann und sie ihn bringen muss. Das Komando "Apport" sitz schon gut, sie rast dann dem Beutel hinterher, "schüttelt ihn tot" und bringt ihn begeistert zu mir.




Mir wird oft vorgeworfen, dass meine Hunde nicht artgerecht gefüttert werden...aber gemeinsam mit Jagdpartner Mensch leckerer Beute hinterherjagen, sie töten, bringen und mit dem Menschen teilen...was gibts besseres? Und ob die lebenswichtigen Aminosäuren nun von Tierleichen, von Pflanzen oder aus dem Labor kommen, ist dem Hund ziemlich egal.
Vor und nach unserer Jagd ist Nelly extrem faul, sie schläft viel und lange, bellt nur wenig, verträgt sich mit allen Hunden, sie liebt alle Menschen und ist der perfekte Hund.
Es ist richtig praktisch, einen Mini-Hund zu haben: Im Auto sitzt sie in einer Katzenbox, bei Radtouren läuft sie ein Stück mit und kommt dann in den Rucksack oder Korb, keiner hat Angst vor ihr, Futterkosten sind sehr günstig, Medikamente sind günstig, sie haart weniger als ein großer Hund, sie ist schnell abgetrocknet, man kann sie gut hochheben, Zubehör ist günstig...und trotz ihrer Mini-Maße ist sie ein richtiger Hund, der auch normale Spaziergänge, Wanderungen. Ausritte oder Joggingrunden mitläuft.

Montag, 13. Oktober 2014

Freundschaften verbieten?

Lotte (*20.11.2010) hat eine beste Freundin, mit der ich voll einverstanden bin. Das Mädchen wohnt paar Häuser weiter, ist ähnlich alt, die Eltern sind Niederländer und wir haben ähnliche Ansichten was Kindererziehung angeht.
Dort sind die Kinder fast den ganzen Tag draußen, es gibt keinen Fernseher, möglichst nur gesundes Essen, Biokleidung, viele Haustiere, viel Freiheit aber auch Regeln.
Das passt gut zu meinen Kindern, die auch fast den ganzen Tag draußen spielen, nicht fernsehen, nur veganes Essen bekommen und möglichst bio essen, nur Biokleidung tragen, nur mit Wasser gewaschen und gebadet werden, ungeimpft sind, windelfrei aufwachsen/ wuchsen, 2 Jahre gestillt werden/wurden, sehr viel getragen werden/wurden, keinen Kinderwagen kennen, kein Kinderbett kennen, kein Kinderzimmer kennen, keinen Schnuller kennen, keine Tagesmutter/ Krippe kennen.
Jetzt haben wir auf dem Spielplatz eine Mutter kennengelernt, die will dass ihr Kind mit Lotte befreundet ist, und Lotte mag dieses Mädchen...Sie lebt total anders als wir, eigentlich das genaue Gegenteil: Einzelkind, Kaiserschnitt, ungestillt, voll geimpft, ging mit 6 Monaten in die Krippe, schläft im eigenen Zimmer mit eigenem TV, hat ganz viel billig-Spielzeug und Kleidung, isst Tiere und deren Produkte und hat Angst von lebenden Tieren, terrorisiert ihre Eltern.
Was tun? Freunde müssen nicht genau gleich sein, aber ich finde es soll Übereinstimmungen geben. Wenn das Mädchen bei uns ist oder wir uns auf dem Spielplatz treffen ist kein Problem, aber wenn Lotte dort ist? Nachher sitzen die Kinder vorm TV und essen Chips und Kinderschokolade?
Uns ist klar, dass unsere "kleinen Wildpferde" irgendwann gezähmt werden und sie sich ans "normale Leben" anpassen werden. Aber jetzt schon? Heute rief die Mutter an und fragte, ob sich die Kinder verabreden dürfen- morgen gehts gemeinsam zum Spielplatz und dann werde ich ihr ehrlich und offen meine Meinung sagen.
Essen heute:
Ganz früh: 1 Glas Weizengrassaft
Vormittag: knapp 1 Liter Saft aus Ananas, Möhren, Äpfeln und Brennesseln. 1 kleine Tasse Haferflocken mit Reismilch.
Mittags: Kartoffelbrei (mit Reismilch ohne Öl) mit Mangold, Rosenkohl und Brokkoli, paar frische Walnüsse.
Nachmittag: 2 Cherimoyas- gibts im Moment bei Rewe
Abends: Kartoffelsuppe mit Tomatensalat

Freitag, 10. Oktober 2014

Leichenfledderei

Nicht ganz, die Leiche lebt noch, aber es fühlte sich so an.
Eine Freundin meiner Schwester hat Krebs, sie ist Mitte 40, hat ihr ganzes Leben nicht auf sich geachtet und nun hat sie die Quittung. Vor 2 Jahren ging sie ins Krankenhaus, um sich Zähne ziehen zu lassen, dabei kam raus, dass sie einen dicken bösartigen Tumor in der Gebärmutter hat. Der Tumor wurde entfernt, sie bekam eine Chemotherapie...und sie hat nichts in ihrem Leben geändert. Ich habe ihr damals angeboten, zusätzliche Tipps zur Schulmedizin zu geben wie z.B. das Gersonbuch, davon wollte sie nichts wissen, die Halbgötter in Weiß wenden schließlich die modernste und beste Krebstherapie an.
Jetzt hat sie überall Metastasen, auch im Kopf, und sie wird nicht mehr lange leben. Letzte Woche wurde sie vom Krankenhaus in ein Heim verlegt, nach Hause kann sie nicht mehr. Sie hat keine Kinder, und ihre Eltern sind alt und krank, daher hat sie meine Schwester gebeten, alles für sie zu regeln...ich komme gerade nicht auf das Fachwort...Vormund?
Die Frau hat kein Geld, und meine Schwester muss nun für sie Anträge stellen, die Wohnung kündigen und auflösen, Telefon+ Strom+ Gas usw. kündigen.
Heute war ich mit dem Pferdeanhänger dort und ich habe mir 2 Sessel, Decken und paar kleine Möbel für die Katzenzimmer mitgenommen, das war ein komisches Gefühl in fremder Leute Sachen zu "schnüffeln" und noch komischer zu wissen, dass sie noch lebt und bald tot sein wird.
Für einige Sachen hat sie sicher lange gespart, und jetzt ist für sie alles wertlos. Auf der Rückfahrt wurde mir wieder bewußt, wie unwichtig Dinge wie eine schicke Wohnung, ein voller Kleiderschrank, ein gutes Auto usw. sind.
Was zählt ist Familie, Freunde, gesunde Ernährung, Gesundheit, Freude am Leben.

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